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Ab in den Süden

Welcome to Invercargill

Eine Kleinstadt angeordnet in Häuserblöcken, überwiegend Bungalows, jede Menge SUV’s und Pickup-Trucks, Straßen von etwa der vierfachen Breite der unseren und KFC, Burgerking, McDonald’s und Subway an der Hauptstraße. Wenn man die Palmen und den Linksverkeher außer Acht lässt, könnte man meinen, man ist im mittleren Westen gelandet. Die Stadt wurde tatsächlich aber, wie der Name vermuten lässt, im 19. Jahrhundert von Schotten gegründet.

Als ich aus dem Flugzeug gestiegen bin ist mir beinahe meine halbe Ausrüstung abgehauen. Die Windstärke war nicht ohne und hat zu einer mehr als unsanften Landung beigetragen.

Umso glücklicher war ich über mein Hostel inmitten Neuseelands südlichster Stadt. Ein sehr sauberes “Bed&Breakfast” mit warmer Dusche, Doppelbett, Fernseher (inklusive Chromecast) und großzügiger Küchenausstattung! Mein Host Chris, ein etwa 2 Meter großer, bärtiger, bären-artiger und unglaublich freundlicher Mensch hieß mich herzlichst willkommen und gab mir Tipps zur Freizeitgestaltung in der Umgebung.

Ich habe mir also ein leckeres Frühstück gemacht und genieße hier das letzte Mal den vollen Komfort der Zivilisation. Ich muss zugeben, durch das Abfallsystem bin ich noch nicht ganz durchgestiegen. Ich wollte mich als deutscher Tourist aber auch nicht als erstes nach der Mülltrennung erkundigen.. Das hätte bloß wieder ein schlechtes Licht auf uns geworfen 😀


Ich wurde am ersten Morgen recht unsanft aber keineswegs zu früh vom blubbern des riesigen Motors einer Harley geweckt. Beim Frühstück erzählte mir Chris die Story von Burt Monroe, einem Mann aus Invercargill, der 1967 mit seiner umgebauten Indian Scout den Geschwindigkeitsrekord für Motorräder aufstellte. Der Film The world’s fastest Indian mit Anthony Hopkins erzählt von dieser Geschichte.

Seitdem überfallen hunderte Motorrad-Enthusiasten die Stadt und dieses Wochenende findet zum 13. Mal die “Burt Monroe Challenge” in und um Invercargill statt. Es gab also reichlich dicke Karren zu bestaunen 😀

Ich hörte hier verdächtig oft Polizeisirenen aufheulen… woran das wohl liegt?

Im Stadtzentrum habe ich viele Geschäfte gefunden. Darunter auch den wohl größten und coolsten Outdoor-Fachhandel, den ich je gesehen habe:

Der, von außen eher unscheinbar wirkende Shop namens “Gun City by H&J Smith Ltd” bietet alles was das Herz begehrt: Jagd und Angel Zubehör, Outdoor-Kleidung, Taucher-Equipment, Kajaks und Schlauchboote, Sportkleidung, Fahrräder und einiges mehr.

Das war mir gerade recht, ich hatte nämlich das wichtigste überhaupt zuhause vergessen: mein Messer..

Bei der Gelegenheit konnte ich mir auch gleich ein paar Gaskartuschen für meinen Kocher besorgen:

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