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Fun Neuseeland Südinsel Te Araroa

Aufbruch

Endlich geht’s los. Ich startete heute in den Te Araroa Trail. Die ersten etwa 35 Kilometer führten mich vom Stirling Point in Bluff, der südlichsten Siedlung des Landes zurück nach Invercargill, der südlichsten Stadt.

Ich quatschte also etwas mit dem Fahrer des Shuttlebuses über die Wetterbedingungen in Neuseeland und darüber, ob es hier auch im Winter möglich sei zu campen. Auf der Nordinsel wäre das kein Problem, versicherte er mir. Es gäbe aber wohl von Zeit zu Zeit Nächte, die schon recht kühl werden können.

Aufgeladen mit Emotionen die von extremer Vorfreude bis leichter Panik reichten, stieg ich aus dem Bus und gehe auf den gelben Wegweiser zu, den ich schon auf so vielen Bildern gesehen habe.

Und wen treffe ich da am anderen Ende der Welt? Drei Menschen aus dem deutschsprachigen Raum. Naja, einer stammt aus Ostdeutschland und zwei Schweizer also eher doch nix mit deutschsprachigen Raum ?.

Ich mache bloß blöde Witze.. Sie waren alle sehr entgegenkommend und wir unterhielten uns einen Moment lang sehr gut. Wir machten also abwechselnd Fotos voneinander und erzählten von unseren bisherigen Erlebnissen. Von ihnen erfuhr ich auch, dass die Straße zu Milford Sound, auf Grund starker Regenfälle und Überflutungen die nächsten Wochen gesperrt bleiben soll. Schade, denn das “achte Weltwunder” stand eigentlich fest auf meiner Liste.

Am selben morgen blätterte ich durch einige Instagram-Storys. Ich sah, dass Mike Mcknight zur Zeit ebenfalls in Neuseeland unterwegs ist.

Zur Erläuterung:

Mike Mcknight aka dirtymike_89 ist Ultramarathon-Läufer und Gewinner der Triple Crown im Jahr 2017. Er gewann DREI 200-Meilen-Rennen (Bigfoot 200, Tahoe 200 und den Moab240) in einem Zeitraum von zwei Monaten. Also offiziell Ultra-Badass ?

Das, was Messi und Ronaldo für Fußballfans sind, sind er und natürlich nicht zu vergessen Courtney Dauwalter in der kleinen aber sehr faszinierenden Ultraszene. Beide reihen sich ein, in die Liste der Athleten, die die Grenzen des machbaren im Ausdauersport um ein gutes Stück verschoben haben.

Als Reaktion auf seine Story schrieb ich ihm, dass auch ich in Neuseelands Natur unterwegs bin und als er mir dann kurz nach meinem Aufbruch antwortete, war das natürlich die Kirsche auf dem Sahnehäubchen meines ersten Wandertages 😀

Auch wenn ich bloß wandere, und nicht laufe, will auch ich meine eigenen Grenzen ausloten und ein Stück weit verschieben. Deshalb war dieser Moment schon irgendwie sehr inspirierend.

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