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Te Araroa Trail: Tag 6 bis 8 Von Levin nach Palmerston North

Te Araroa Trail: Tag 6 – Von Levin zum Tokomaru Shelter

Nachdem ich eine trockene Nacht im Zelt im Kiwi Holiday Park in Levin verbringen durfte, folgte ich an einem verregneten Montagmorgen dem State Highway 57 und danach der Tararua Road in Richtung des Tararua Forest Parks. 

Meine Entscheidung, die Überquerung der Tararua Ranges wegen der schlechten Wetteraussichten zu verschieben, scheint sich bereits auszuzahlen: Die Berge verschwanden schon am in dunklen Wolken und der Wind war selbst auf Meereshöhe nahe Levin recht stark wahrzunehmen.

Ein älterer Herr, der gerade seiner Gartenarbeit im Regen nachging, fragte mich nach meinen Plänen und woher ich komme. Ich erzählte ihm von meiner Reise und meiner Entscheidung bezüglich der Tararua-Ranges. Daraufhin erzählte er mir von einer Gruppe junger Wanderer, die erst vor kurzem in der Gebirgskette in schlechtem Wetter in Schwierigkeiten geraten sind und gerettet werden mussten. Er versicherte mir, ich hätte die richtige Entscheidung getroffen. Seine Einladung auf eine Tasse Kaffee musste ich jedoch schweren Herzens ablehnen, da ich an diesem Tag noch einige Kilometer vor mir lagen und ich die Hütte gern bei Tageslicht erreichen wollte.

Die Straße schlängelte sich weiter die Ausläufer der Gebirgskette hinauf. Bald war ich zurück auf dem Te Araroa Trail angekommen und konnte meine Wanderung hinein in den nördlichen, etwas weniger ausgesetzten Teil des  Tararua Forest Parks aufnehmen. Und ich wurde nicht enttäuscht:

Der Trail führte zunächst über eine Mischung aus Farmland und Waldgebiet. Ich hielt hier Mittagspause und bereitete eine kleine Mahlzeit zu:

Danach ging es endlich hinein in den nativen Urwald, der den Te Araroa Trail so einzigartig macht! Ich vermisse dieses Gefühl sehr: Allein, umgeben von nichts als tiefem Grün und dem Gesang der vielen unterschiedlichen, hier heimischen Vogelarten.

Auch um ein anderes Erlebnis, dass sehr charakteristisch für den Te Araroa ist, kam ich nicht herum:

Das ein oder andere Schlammloch war nicht zu vermeiden. 

Der Trail verlief zunächst relativ geradlinig und später, nach und nach steiler, hinauf auf etwa 650 Höhenmeter. Der Anstieg fühlte sich sehr lang an und bis ich “Archys Lookout” und später den “Horowhenua Lookout” erreichte, war es bereits später Nachmittag. 

An meinem Nachtlager, dem Tokomaru Shelter, angekommen, bereitete ich mein Abendessen zu und machte es mir schließlich in meinem Schlafsack gemütlich. 

Tag 7 – Vom Tokomaru Shelter zur Moturimu Whare Campsite

Am Morgen wurde ich von Starkregen geweckt und hatte Probleme, danach wieder einzuschlafen. Der Regen wurde so stark, dass ich Zweifel daran hatte, ob die Flussüberquerungen, die vor mir lagen, noch machbar sein würden.

Ich entschied mich für einen entspannten Morgen, trank einen zweiten Kaffee und um etwa 9:30 Uhr gab der Regen nach und ich konnte sogar ein paar Sonnenstrahlen erahnen. 

Es blieb den Rest des Tages trocken und die Wanderung durch den restlichen Urwald der Tararua Ranges war wirklich angenehm! 

Der Wasserstand des Tokomaru-Flusses war praktisch unverändert.. Ich glaube, dass das Geräusch des Regens am Morgen vom Aluminiumdach meiner Unterkunft deutlich verstärkt wurde. Vielleicht war der Niederschlag gar nicht so stark gewesen wie gedacht..

Nach etwa 5 Stunden verließ ich den dichten Busch und der Weg führte jetzt über einen 4WD-Feldweg (“4 Wheel Drive”-> Allrad)  in das erst vor einigen Jahren frisch aufgeforstete Gebiet des Gordon Kear Forest

Hier wartete nach wenigen Kilometern der Moturimu Whare Campingplatz mit einer sehr schönen, kleinen Unterkunft auf mich:

Tag 8 – Von Moturimu Whare nach Palmerston North 

Von hier war es ein recht langer, jedoch angenehmer Wandertag über Feld- und Wanderwege und relativ viel befahrene Straßen bis hin nach Palmerston North, eine der größeren Städte der südlichen Nordinsel.

Doch neben dem schönen Wetter, das bloß kurz durch zwei kleine Regenschauer zur Mittagszeit getrübt wurde, hatte dieser Tag etwas ganz besonderes an sich! Ich habe nämlich endlich 1500 Kilometer und damit die erste Hälfte meiner Wanderung auf dem Te Araroa Trail abgeschlossen! Ein toller Moment, in dem ich mich an all die Abenteuer und Erfahrungen, die ich seit dem Beginn meiner Reise erleben durfte, zurückerinnert. Es war definitiv Zeit für ein Foto:

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