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Das Corona-Virus und meine vorerst letzten Tage auf dem Trail

Ohne Frage erleben wir alle zur Zeit einen absoluten Ausnahmezustand und die Ausbreitung des Covid-19 Virus nimmt immer größere Ausmaße an. Von dem, was ich so mitbekomme, denke ich aber, dass viele Regierungen gute Arbeit bei der Eindämmung leisten und das an vielen Orten ein gestärkter Zusammenhalt bzw eine große Hilfsbereitschaft zwischen den Menschen zu […]

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Richmond Trail (Teil 2)

Ich genoss gerade meine Mittagspause auf dem Stag Saddle, machte ein paar Fotos, trank einen Kaffee und schob mir genüsslich zwei Thunfisch-Reis Burritos rein:

Da kamen mir zwei Wanderer aus Norden entgegen. Sie stiegen aus den Wolken und freuten sich, genau wie ich, über die schöne Aussicht. Als sie mich begrüßten, antwortete ich “You got perfect timing”, wusste aber in dem Moment noch nicht, wie perfekt ihr Timing wirklich war.

Die junge Frau fragte mich direkt, ob ich schon einen Shuttlebus nach Geraldine gebucht hätte? Das ist die Kleinstadt, in der ich Vorräte kaufen musste und von wo aus ich zurück zum Trail gelangen sollte.

Als ich das verneinte, fragte sie mich, ob ich nicht bereit wäre, ihren Van vom Parkplatz am Fluss in die Stadt zu fahren. Die beiden würde aus Tekapo zurück nach Geraldine trampen, müssten sich aber bis zum Parkplatz auch ein Shuttle buchen.

Lange rede, kurzer Sinn: Wir alle sparen je 30$ und ich habe keinen Zeitdruck beim Abstieg ?.

Sie sagte noch: “I like trusting people” und ich nahm dankend ihren Autoschlüssel entgegen. Dann tauschten wir noch Nummern aus. Und so lernte ich Daniel aus Brasilien und Elise aus Belgien kennen.

Ich fand die Idee genauso super, wenn auch sehr spontan.

Linksverkehr kann wohl etwas verwirrend sein.. Naja, ist ja nicht mein Auto 😀

Der Abstieg in Richtung Rangitata River bot überwältigende Ausblicke in alle Richtungen. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus.

Am Abend verbrachte ich meine bisher kälteste Nacht an der Royal Hut:

Ihren Namen verdankt diese Hütte übrigens einem Besuch von Prinz Charles und Prinzessin Anne im Jahre 1971. Die beiden sind aber weder hier hoch gewandert, noch haben sie hier übernachtet. Sie wurden per Helikopter eingeflogen, hatten eine Tasse Tee und sind wieder abgehauen.

Der nächste Tages-Trip führte mich dann durch weitläufige Täler und über kleinere Sättel und Hügel weiter Richtung Tal:

Und so kam es dann, dass ich meine ersten Fahrversuche im Linksverkehr machen durfte.

Zum Glück war die Straße sehr wenig befahren. Es gab aber einige abenteuerliche Stellen, an denen ich auf dem Schotterweg gut Stoff geben musste, um die Berge hoch zu kommen.

Letztenendes ist aber aber alles gut gegangen und ich konnte den Van unbeschadet zurück bringen.

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Richmond Trail (Teil 1)

Tekapo sollte der Ausgangspunkt der schönsten Tour meiner bisherigen Wanderung sein. Die ersten 16 Kilometer über abwechselnd Straße und Schotterweg boten wunderbare Aussicht auf den Lake Tekapo und die umliegende Berglandschaft. Schließlich führte ein kleiner Pfad ins Inland und ein Schild informierte über den anstehenden Richmond Trail.

Eine Dreieinhalb-Tages-Tour, die über den höchsten Punkt des Te-Araroa-Trail zum Rangitata River führt. Das ist einer der beiden Flüsse, die laut offiziellen Trail-Hinweisen nicht durchquert, sondern per Shuttle umfahren werden sollen. Der Grund dafür: Der Rangitata River teilt sich in viele einzelne Flussarme, wodurch das “Flussbett” knapp 10 Kilometer breit werden kann. Wenn in höheren Lagen im Gebirge starker Regen fällt, braucht es grade mal 20 Minuten bis der Wasserstand sehr schnell steigt. Und das kann für Wanderer, die sich mitten in der Überquerung befinden recht ungesund enden. Ich hatte mir zu diesem Zeitpunkt offiziell noch kein Shuttle gebucht, sondern nur dem entsprechenden Service auf die Mailbox gequatscht.

Der erste Tag endete nach weiteren 18 Kilometern Single-Trail und gegen Ende leichtem Anstieg an der Camp Stream Hut. Hier traf ich Meg aus Kalifornien. Sie läuft auch Richtung Norden und wir unterhielten uns über unsere bisherigen Erfahrungen auf dem Trail.

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Te Araroa: Lake Tekapo

Meine Reise hat mich ins Zentrum der Südinsel nach Canterbury geführt. Es herrscht immernoch Hochsommer und bis auf ein paar Ausnahmen brennt die Sonne jeden Tag fröhlich durch’s Ozonloch.

Auf einer meiner letzten Bergtouren von Wanaka bzw Lake Hawea nach Lake Ohau habe ich mal wieder auf die harte Tour lernen dürfen: Immer genug Wasser mitbringen!

Der Aufstieg von knapp 1000 Metern auf den Breast Hill war etwas steiler als erwartet und mein Timing in der Mittagshitze war alles andere als ideal. Ich trug etwa zwei Liter Wasser bei mir, wovon ich die Hälfte viel zu früh verbraucht hatte. Ich verbrachte also den restlichen Aufstieg damit, alle 15 Minuten einen winzigen Schluck zu trinken und mein Gehirn langsam zu toasten. Im Rücken hatte ich dabei immerhin eine wunderschöne Aussicht auf den lake Hawea: Als ich oben ankam, befanden sich meine kognitiven Fähigkeiten etwa auf dem Level einer Kartoffel und ich torkelte auf den Wassertank der nächsten Hütte zu. Schon toll, wie sehr man sich über Regenwasser freuen kann. Seitdem schleppe ich immer etwas mehr Wasser als nötig mit mir rum ?

Ein weiteres Highlight war der Ahuriri River. Ein breiter Fluss, der sich bei günstigen Wetterverhältnissen durchqueren lässt:

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Bildergallerie: Otago

Ich habe inzwischen auch Otago durchwandert. Laufe zurzeit relativ weite Strecken jeden Tag und habe dementsprechend Abends wenig Motivation noch viel zu schreiben. Deshalb hier einfach ein paar Bilder der letzten Wandertage:

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Von Arrowtown nach Wanaka

Der Motatapu Track Der Te Araroa Trail setzt sich aus vielen kleineren und größeren Wegen zusammen. Einer davon ist der Motatapu Track. Er ist einer der ältesten Trails in Otago, seine Entstehung geht in die Zeit des Goldrausches zurück und er verbindet die Städte Arrowtown und Wanaka. Der 34 Kilometer lange Weg führt auf teils […]

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Queenstown

Queenstown Als wir uns, nach einer entspannten Nacht im Lakeview Holiday Park und reichlich fish & chips (vielleicht etwas zu viel), von Te Anau Richtung Queenstown auf machten, begrüßte uns der Trail zunächst mit 11 Kilometern Schotterpiste und intensivem Sonnenschein. Darauf folgte ein unwegsamer Pfad durch hohes Gras, Dornenbüsche und Gestrüpp. Die Wegmarkierungen waren hier […]

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Bildergallerie: Southland

SOUTHLAND Die Südinsel Neuseelands ist eingeteilt in vier große Gebiete: Southland, Otago, Canterbury und Nelson-Marlborough.Ich habe Southland nun hinter mir gelassen. Hier die schönsten Bilder als Galerie:

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Backcountry

Von unserem letzten Stopp in Tuatapere ging es über Wiesen und Felder weiter bis nach Birchwood. Auf einer kleinen Schaffarm konnten wir duschen, kochen und den Umständen entsprechend sehr komfortabel übernachten. Da die Birchwood Station scheinbar berühmt ist für ihren guten Ruf, hatten wir an diesem Abend auch die Möglichkeit, uns mit vielen anderen Wanderern auszutauschen. Die “Sobo’s” (also Southbounder; Leute, die den Trail in Richtung Süden wandern) gaben uns Infos zu den kommenden Campingplätzen, dem Terrain und der Ungeziefer-Situation in den Hütten ?.

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Longwood Forrest

Der Longwood Forrest ist ein Reservat im südlichen Teil der Südinsel. Chinesische Minenarbeiter haben hier im 19. Jahrhundert nach Gold gegraben. Dazu wurde zu Transportzwecken ein water-race angelegt, eine Art künstlich angelegter Bach. Darauf wurden Werkzeuge, Maschinen und Gestein befördert. Der Trail schlängelt sich entlang diesen Flusses bis ins Herz des Waldes. Wenn man den Wald von der Küste aus betrachtet, könnte man meinen, es sei ein Wald wie bei uns zuhause. Jede Menge angrenzende Kuhwiesen und Schafweiden lassen nichts besonderes erahnen. Im Wald stellt man aber schnell fest, dass es sich um einen waschechten Urwald handelt

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